Buchtipps: Interne Kommunikation

Die Fülle an Fachliteratur zur internen Kommunikation und zu benachbarten Disziplinen wächst und Online-Buchhändler machen es uns leicht, Fachbücher zu den verschiedenen Spezialgebieten zu recherchieren. Eine einfache Literaturliste macht deswegen für uns keinen Sinn. Wir stellen Ihnen Bücher vor, die wir für unsere praktische Arbeit nützlich finden und zu denen wir immer wieder gerne greifen. Die Liste verändert sich im Laufe der Zeit. Schauen Sie doch wieder vorbei.

 

 

Interne Unternehmenskommunikation

Recht hat er! Gleich im Vorwort der neuen Auflage weist Schick darauf hin, dass der große „Kracher“ und die Innovation fehlen, dass sich die interne Kommunikation jedoch kontinuierlich weiterentwickelt (hat). Diese Entwicklung findet natürlich auch im Bereich „Social Media“ statt. Er geht auf das Für und Wider von „Social Media“ ein und beschreibt die Wichtigkeit der Unternehmens-, Führungs- und Kommunikationskultur bei der Einführung. Neu sind die Informationen nicht – für Neulinge auf dem Gebiet der internen Kommunikation dennoch sicherlich wichtig und interessant.

Siegfried Schick
Interne Unternehmenskommunikation: Strategien entwickeln, Strukturen schaffen, Prozesse steuern
Schäffer-Poeschel, 2014

 

          schick

 

Der Business Discourse

Theorie trifft Praxis, und das auf höchstem Niveau. Einige Erfahrungen in der internen Kommunikation aufzuweisen ist hilfreich, damit die Lektüre lohnend ist und weiterbringt. Uns gefällt der ganzheitliche Ansatz, der sich nicht auf die reine Weitergabe von Botschaften beschränkt. Hierbei ist das titelgebende Modell „Business Discourse“ nützlich, in dem Wolf vier Handlungsfelder der internen Kommunikation unterscheidet und Empfehlungen ausspricht: 1. informieren und wissen, 2. vereinbaren und entscheiden, 3. leiten und führen sowie 4. bewegen und begeistern.

Dr. Guido Wolf
Der Business Discourse: Effizienz und Effektivität der unternehmensinternen Kommunikation
Gabler Verlag, 2010

 

Der Business Discourse

Storytelling – Das Praxisbuch

Wie werden Geschichten gebaut und verbessert? Diese Frage wird im Praxisbuch eingehend und gut verständlich beantwortet. Interessant finden wir, dass es den Autoren nicht nur um eine Methode, sondern um die Haltung dabei geht. Besonders gut gefallen uns – mit Blick auf die interne Kommunikation – die Hintergründe von Storytelling sowie die Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen, u.a. als Methode der Mitarbeiterbefragung. Die drei Autoren kommen aus der Literaturwissenschaft. Sie haben die Methode bereits Ende der 1990er Jahre in Unternehmen eingeführt, als Storytelling noch sehr viel Skepsis entgegengebracht wurde.

Karolina Frenzel
Michael Müller
Hermann Sottong
Storytelling – Das Praxisbuch
Carl Hanser Verlag, 2014

 

Storytelling

Storytelling für Journalisten

Die Leiter des Erzählers und der Küchenzuruf – diese beiden Methoden haben uns besonders gut gefallen. „Storytelling für Journalisten“ konzentriert sich auf das Finden von Themen, das Schreiben, die Gestaltung der Geschichten und die Auswahl der richtigen Form. Und es ist absolut praxisorientiert geschrieben. Kein Wunder, die beiden Autoren, Marie Lampert und Rolf Wespe, sind erfahrene und langjährige Journalisten sowie Trainer und Studienleiter. Verantwortliche der internen Kommunikation, die auch Artikel und Beiträge schreiben, werden von den viele Methoden und Tipps profitieren.

Marie Lampert
Rolf Wespe
Storytelling für Journalisten
UVK, 2013

 

Storytelling für Journalisten

Einfach besser schreiben im Beruf

„Schreibe, wie Du redest, so schreibst Du schön.“ Das Zitat von Lessing zieht sich durch das Buch von Sigrid Varduhn. Und es funktioniert – auch im Zeitalter von „Alder“ und „Digger“. Das kompakte Büchlein bringt viele Tipps und hilfreiche Hinweise, zum Beispiel das Kopfkino der Leser durch bildhafte Sprache anzuregen. Oder das Kapitel „Zeigen statt Behaupten“: statt behauptende Adjektive und Verallgemeinerungen Details und Beispiele wählen. Schreiben gehört zum Standardrepertoire der internen Kommunikation, daher ist das Buch schreibenden Einsteigern absolut zu empfehlen, für Erfahrene stellt es eine gute Erinnerung dar.

Sigrid Varduhn
Einfach besser schreiben im Beruf
Stark Verlag, 2016

 

Einfach besser Schreiben im Beruf

Organisationskultur

Warum werden Leitbilder schnell zu Papiertigern? Das eingängige, aber höchst komplexe Modell der Organisationskultur von Edgar Schein liefert hilfreiche Erklärungen und zeigt Wege auf. Das Modell umfasst drei Ebenen: Artefakte, öffentlich propagierte Werte und grundlegende, unausgesprochene Annahmen. Für uns ist es ein unverzichtbares Grundlagenwerk für Kommunikateure, die sich mit der Unternehmenskultur auseinander setzen wollen. Einen Kritikpunkt haben wir allerdings: Schein empfiehlt eine komplette Kulturanalyse des Unternehmens, die wir nicht für sinnvoll halten.

Edgar Schein
Organisationskultur
Edition Humanistische Psychologie, 2010

 

Organisationskultur

Social Collaboration Workplace

Rechnet sich Social Media bzw. Social Collaboration? Dieser Fragen gehen die Autoren gleich in einem der ersten Kapitel nach und sie steht exemplarisch für die Autoren und das Buch: pragmatisch, klar und vertrauenswürdig. Das Autorenteam geht auf die verschiedenen Elemente bzw. Instrumente ein, angefangen von Netzwerken und Communities über Blogs hin zu Activity Streams. Die E-Mail wird nicht – wie sonst gerne – verdammt, sondern der Einsatz differenziert betrachtet. Neben dem technischen Aspekt wird der des Change Managements gewürdigt und erläutert, welcher bekanntlich eine große Rolle bei der Einführung von Social Media bzw. des digitalen Arbeitsplatzes spielt. Gut gefallen haben uns auch die Beschreibung der generischen Anwendungsfälle sowie die Case Studies.

Andreas Hiller
Marcus Schneider
Anne Christine Wagner
Social Collaboration Workplace
Verlag Werner Hülsbusch, 2014

Social Collaboration Workplace